Die Monumentale Stierkampfarena Las Ventas ist eines der bekanntesten architektonischen und kulturellen Wahrzeichen Madrids. Mit einer Kapazität von 23.798 Zuschauern und einer Arena mit 60 Metern Durchmesser gilt sie nicht nur als die wichtigste Stierkampfarena Spaniens, sondern auch als eine der größten und renommiertesten der Welt.
Ihr Bau begann nach den Plänen des Architekten José Espelius, der die Fertigstellung nicht mehr erlebte. Nach seinem Tod vollendete Manuel Muñoz Monasterio die Arena im Jahr 1931, dem Jahr ihrer offiziellen Einweihung. Das Gebäude ist im neomaurischen Stil errichtet, mit Sichtziegeln, Hufeisenbögen und reichhaltigen dekorativen Elementen, die Tradition und Symbolik vereinen. Die Außenfassade ist mit handbemalten Keramikfliesen geschmückt, auf denen die Wappen aller spanischen Provinzen dargestellt sind – ein Verweis auf die nationale Identität und die Stierkampfgeschichte des Landes.
Neben den Stierkämpfen und großen Veranstaltungen — insbesondere während der San-Isidro-Festspiele, einem der bedeutendsten Termine im internationalen Stierkampfkalender — ist Las Ventas auch ein wichtiger Kulturort. Im Inneren befindet sich das Stierkampfmuseum von Madrid, das die Entwicklung der Tauromachie anhand historischer Trajes de Luces, berühmter Stierköpfe, Fotografien, Plakate, Kunstwerke und Objekte zu legendären Figuren wie Manolete, Belmonte oder Curro Romero zeigt. Auch für Besucher, die keine Stierkampffans sind, ist das Museum aufgrund seines historischen und künstlerischen Ansatzes äußerst sehenswert.